Was ist die richtige Raumtemperatur?

Damit wir uns Wohl fühlen ist die richtige Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit entscheidend. Ist es zu warm fangen wir an zu schwitzen und unsere Körper benötigt Energie um ihn herunter zu kühlen. Ist es zu kalt fängt unser Körper an zu Zittern um Wärme zu erzeugen.
Doch was ist die „richtige“ Raumtemperatur?

Wenn die Raumtemperatur zu niedrig ist friert man.
Wenn die Raumtemperatur zu niedrig ist dann wird es ungemütlich. © master1305 – stock.adobe.com

Die richtige Raumtemperatur

Die Raumtemperatur können Sie mit einem passenden Zimmerthermometer messen, oft können diese auch die relative Luftfeuchtigkeit anzeigen.

Die Temperatur im Wohnbereich sollte nicht höher als 20°C liegen. Je nach Behaglichkeit kann sie aber auch bis zu 23°C betragen.

In der Küche reichen Temperaturen von 18°C aus. Durch Herd und Backofen wird weitere Energie zugeführt die den Raum aufheizt. Sollte in der Küche auch gegessen werden, kann die Temperatur auf 20°C erhöht werden.

Im Schlafzimmer sollte es eher kühl sein. 18°C sind auch hier ausreichend. Im Sommer kann kurz vor dem Schlafen gehen noch einmal gelüftet werden um die Luft auszutauschen.

Kinderzimmer sollten Nachts ungefähr 18°C haben. Tagsüber, wenn in ihnen auch gespielt wird, kann die Temperatur zwischen 20°C und 22°C liegen.

Im Badezimmer ist zu den Zeiten wo man duscht eine Temperatur von 23°C sehr angenehm. Achten Sie darauf dass zu anderen Zeiten die Temperatur auch geringer sein kann um Energie zu sparen. Lüften Sie nach dem duschen direkt um die Feuchtigkeit aus dem Bad zu bekommen und Schimmel vorzubeugen. Lassen Sie dabei die Badezimmertür zu, dann kann die Feuchtigkeit nicht in andere Räumlichkeiten gelangen.

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Warum benötigt unser Körper die richtige Raumtemperatur?

Damit der Körper funktionieren kann ist eine Körperkerntemperatur zwischen 36,3°C und 37,4°C notwendig also im allgemeinen ca. 37°C. Jeder hat jedoch seine eigene Wohlfühltemperatur. Der Organismus passt seine Temperatur auch den Gegebenheiten an. Beim Sport ist sie höher, Nachts ist sie tiefer und am Nachmittag meist höher als Morgens. Das sollten Sie auch bei messen der Körpertemperatur und dokumentieren des Verlaufs beachten.

Für die Temperaturregelung ist ein Teil im Gehirn verantwortlich, der Hypothalamus. Dieser sorgt dafür dass er und die inneren Organe eine Konstante Temperatur von ca. 37°C haben. Wird also eine Abweichung festgestellt, werden Maßnahmen ergriffen um die Wärme abzugeben z.B. durch Schwitzen. Wenn die Kerntemperatur zu niedrig ist wird Wärme erzeugt z.B. durch Zittern. Die Temperatur im Gehirn oder an den Organen ist die Köperkerntemperatur. Diese lässt sich an zugänglichen Körperstellen z.B. Rektal oder Oral mit einem Fieberthermometer messen. Es gibt aber auch die Oberflächentemperatur, die meist niedriger wird desto weiter wir uns vom Kern entfernen.

Wie wirkt sich eine nicht angepasste Raumtemperatur auf unsere geistige Leistung aus?

Wenn durch nicht ideale Raumtemperaturen der Körper die Kerntemperatur ändern muss spricht man von Thermoregulation. Dies bedeutet das der Körper mehr Energie benötigt als bei optimaler Raumtemperatur. Gefährlich wird es wenn der Körper die Temperatur nicht ausreichend regulieren kann. Wenn es im Sommer sehr heiß ist und schwitzen nicht mehr ausreicht entstehen schnell Schwindel, Kreislaufstörungen, Durchblutungsstörungen oder Kopfweh und es ist sogar möglich ohnmächtig zu werden. Wenn es zu kalt ist, ist der Körper damit beschäftigt die Kerntemperatur zu erhöhen. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt in beiden fällen ab.

Was macht der Körper wenn ihm kalt ist?

  • Muskelbewegungen
  • Gänsehaut
  • Verengung der Blutgefäße
  • Verlangsamung der Atmung

Was macht der Köper wenn ihm zu warm ist?

  • Schwitzen
  • Beschleunigte Atmung
  • Erweiterung der Blutgefäße
  • Kühlung von außen

Wenn es zu warm wird:
Was tun gegen Hitze?

Was tun gegen Hitze?

Das Thermometer klettert Richtung 40°C und Sie können die Hitze nicht mehr aushalten?Ich liste Ihnen hier 7 Vorschläge auf, damit die Hitze erträglicher wird.

1. Bei Hitze viel trinken

Das ist einer der wichtigsten Punkte. Der Körper benötigt je nach Alter und Verfassung ca. 30-40ml Wasser pro Kg Körpergewicht. Also bei einem gesunden Menschen ca. 2,5 Liter Wasser. Als Indiz können Sie immer die Farbe des Urins nehmen. Dieser sollte klar und hellgelb sein. Ist er dunkelgelb, tanken Sie nach! Stellen Sie sich bei der Hitze Morgens 3 Flaschen Wasser hin, diese sollten Abends leer sein.

2. Alkohol und Koffein weglassen

Auch wenn es vielleicht mal ganz schön ist einen Cocktail zu trinken. Dann kann dieser, nicht nur bei heißem Wetter, auch mal ohne Alkohol sein. Koffein und Alkohol entzieht dem Körper Wasser und Mineralstoffe und belastet den Kreislauf. Darauf sollten Sie gerade in der Mittagszeit verzichten.

In dem Buch „Alkoholfreie Drinks“* gibt es viele erfrischende Ideen.

3. Morgens lüften um die Hitze herauszubekommen

In der Nacht ist die Temperatur gesunken. Nutzen Sie das! Öffnen Sie Morgens alle Fenster um durchzulüften und die warme Luft herauszubekommen. Durch Zimmerthermometer* können Sie schnell die Raumtemperatur feststellen und mit der Außentemperatur vergleichen. Sollte dies höher als die Innentemperatur sein, halten Sie die Fenster geschlossen.

4. Kühle Orte aufsuchen

Legen Sie Dinge die Sie erledigen müssen in die frühen Morgenstunden. Stehen Sie früher auf. Gerade wer im Homeoffice arbeitet kann bei hohen Temperaturen nicht mehr klar denken. Auch wenn der Keller meistes kein schöner Ort ist, vielleicht lässt sich dort ein kleines Plätzchen einrichten um in Ruhe zu arbeiten. Evtl. sogar um mit ein bisschen Aufwand einen kühlen Schlafplatz zu erschaffen. Meiden Sie die Mittagshitze und suchen Sie den Schatten.

Um sich selber abzukühlen hilft es kaltes Wasser über die Handgelenke laufe zu lassen. Kalte Wadenwickel helfen nicht nur bei Fieber sondern auch bei hohen Temperaturen. Alternativ hilft hier auch eine Wanne mit kaltem Wasser.

5. Leichter Essen wenn es heiß ist

Auch wenn es verlockend ist das saftige Steak auf den Grill zu schmeißen. Zu viel tierisches Eiweiß regt die Wärmeproduktion im Körper an. Besser wäre hier mageres Hühnerfleisch, Fisch oder Gemüse. Ein Frischer Yoghurt mit Gurke ist erfrischend und kühlend. Wassermelonen sind nicht nur lecker, sondern geben auch viel Flüssigkeit. Essen sie lieber öfters kleine Mahlzeiten über den Tag verteil als wenige große. Das belastet den Organismus nicht zu sehr.

Eine Empfehlung ist das Buch „Grill Gemüse!“* viele leckere Ideen für den Grill.

6. Kampf gegen die Hitze – die eigene Klimaanlage

Bei Verdunstung von Wasser entsteht Kälte. Durch den Trocknungsvorgang wird der Luft Wärme entzogen. Diese physikalische Prinzip können Sie nutzen um den Raum herunter zu kühlen. Machen sie ein Bettlaken oder ein Handtusch nass, wringen Sie es aus damit es nicht tropft. Hängen Sie es entweder Nachts vor das Fenster oder über 2 Stühle. Ein Ventilator unterstütz diese Effekt noch und verstärkt die Kühlung.

7. Eine Klimaanlage nur wenn die Hitze unerträglich ist

Bei den Klimageräten wird zwischen 2 Gerätearten unterschieden. Splitgeräte und Mobile Monoblock Geräte. Bei Splitgeräten wird das Kältemittel mit Schläuchen durch einen Wanddurchbruch nach außen geleitet und gibt dort seine Wärme ab. Die erfordert in der Regel einen erhöhten Montageaufwand und auch der Anschaffungspreis ist höher.

Mobile Monoblock Geräte sind günstig in der Anschaffung und in jedem Baumarkt zu bekommen. Der große Nachteil ist jedoch, das alles in einem Gerät ist. Die Abwärme wird über einen Schlauch durch ein Fenster nach außen gepustet. Dadurch kommt jedoch auch warme Luft durch das Fenster wieder herein. Auch wenn das Fenster abgedichtet wird muss die herausgepustete Luft wieder irgendwo her kommen. Hoher Energiebedarf bei geringer Kühlleistung. Dies sollten Sie nur an vereinzelten Tagen nutzen, bei denen die Raumtemperatur höher 30°C ist.

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